Sprach- und Stilkritik

Corinna schaut hin und hört zu.

Über die gefühlten „Wie“ und „Als“ in keinster Weise – WM-Sprach- und Stilkritik zum 17.6.2014

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Olli 2 (Herr Kahn) hat ja schon 2010 eine klare Unsicherheit in dem Gebrauch der Vergleichspartikel „wie“ und „als“ gezeigt. Nach „gefühlten“ (dazu gleich mehr) 15 Fehleinsätzen deshalb heute eine Anweisung zum richtigen Gebrauch. http://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/als-wie

Ja, und auch Olli 1 verzettelt sich manchmal in Umgangssprache: „Bis dahin war es ein gefühlter Sieg.“ Man kann einen Sieg natürlich nicht „fühlen“, man kann ihn aber erwarten oder annehmen. Dieses nervtötende avantgardistisch daherkommende „gefühlt“ ist ein (falsches) Synonym für „etwa/ungefähr“. Nun ja, Gefühle können schon einmal ungefähr sein.

Herr Rethy wieder ganz in seinem Element: „Sie sind in keinster Weise zu beschäftigen.“ „In keinster Weise“ steht tatsächlich im Duden und meint, umgangssprachlich scherzhaft, „überhaupt nicht“. Grammatikalisch ist das allerdings ganz und gar falsch, denn „kein“ ist nicht steigerbar. Und „gefühlt“ waren sowohl Brasilianer als auch Mexikaner ziemlich beschäftigt, wenn auch ergebnislos.

Auch Marouane Fellaini folgt dem Retrotrend, dieses Mal Richtung Siebzigerjahre: Die Paul-Breitner-Matte hat Stil! Fellaini-Fans sollten unbedingt bei der nächsten Versteigerung mitbieten:

http://www.ebay.de/itm/Afro-Paul-Breitner-Style-Peruecke-Porno-Locken-70er-Zuhaelter-Karneval-Fasching-/200762064444

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