Sprach- und Stilkritik

Corinna schaut hin und hört zu.

Geräuschlose und laute Schnappatmung und Maschinenpistolen im Stadion – WM-Sprach – und Stilkritik zum 22.6.2014

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Achtet man auf Bela Rethys Sprechweise und blendet bewusst – was mitunter recht schwer ist – die Sprach-, Stil- und Grammatikfehler aus – bemerkt man quälend lange stille Pausen zwischen einzelnen Wörtern, bevor Rethy sich zum Punkt vorangearbeitet und den Satz endlich abschließt: „Das war … sicher ein Grund … für seine … … … Verletzung.“

Eine Meisterin der geräuschvollen Schnappatmung an falschen Satzstellen ist übrigens Gundula Gause vom heute journal: „Bundespräsident (huahh!) Gauck wies bei einer Veranstaltung (huahh!) mit drastischen Worten Neonazis (huahh! plus aufgerissene Augen) zurecht (huah!).“ Das ist übrigens ein Grund, warum ich lieber die Tagesthemen schaue. Ich empfehle beiden diese Adresse, ist auch gar nicht weit vom Lerchenberg entfernt: http://weiterbildungsportal.rlp.de/k1915031?q=Stimmbildung

In der Halbzeitpause des Spiels Belgien – Russland fährt die Kamera über das Stadionpublikum und bleibt bei einem männlichen Fan hängen, der ein Schild mit der Aufschrift „Fellaini, marry me“ hochhält.

Rethy: „Oh … ist das nicht ein Mann? … Na ja, ist ja mittlerweile auch erlaubt.“

Hören wir hier vielleicht eine gewisse Ablehnung liberalen Denkens heraus?

Mein Reporter vor Ort, Tarun Biswas, stellt mir heute dieses Foto zur Verfügung, mit der Anmerkung: „Dass der Mannschaftsbus eskortiert wird, macht ja in einigen brasilianischen Städten sehr viel Sinn, und auch sonst waren die Damen und Herren der Militärpolizei außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Dass aber die FIFA-Stewards beim Abhängen deutscher Banner von Polizisten mit Maschinenpistolen eskortiert wurden … Das hat im Stadion nichts zu suchen.“ Dem schließe ich mich an.10462544_10154264384640082_7511969732031103168_n

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