Sprach- und Stilkritik

Corinna schaut hin und hört zu.

Das Offenbarsiche – WM-Sprach- und Stilkritik zum 9.7.2014

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Gerhard Delling bringt es in einer Reportage aus Campo Bahia, wo wir den glücklichen Spielern der deutschen Nationalmannschaft dabei zuschauen können, wie sie ihre Freundinnen am Strand küssen, allen voran Mats Hummels (ganz Abgebrühte mögen die hochintelligenten Kolumnen Frau Fischers unterhaltsam finden: http://www.bild.de/sport/fussball/wm-2014/wir-werden-die-party-unseres-lebens-feiern-36716222.bild.html) auf den Punkt: „Das war offenbarsich entspannend.“ Ist das nicht eine exzeptionelle Verknüpfung aus offenbar und offensichtlich? Zudem es „zwischen offenbar und offensichtlich … keinen Bedeutungsunterschied (gibt). Es ist allerdings nicht richtig, diese Adjektive im Sinne von „vermutlich“ oder „möglicherweise“ zu gebrauchen. Denn was offenbar, offensichtlich oder auch offenkundig ist, das liegt auf der Hand, ist augenscheinlich, erwiesen, erkennbar, nachweislich.“ (http://www.spiegel.de/kultur/zwiebelfisch/zwiebelfisch-abc-offenbar-offensichtlich-a-314565.html)

Gern werden in Berichterstattung und Moderation rund um die WM auch „anscheinend“ und „scheinbar“ verwechselt. Dabei wird „mit anscheinend die Vermutung zum Ausdruck gebracht, dass etwas so ist, wie es erscheint. Hingegen besagt scheinbar, dass etwas nur so scheint, aber nicht wirklich so ist.“( http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/scheinbar_anscheinend.shtml)

Wird Deutschland nun scheinbar, anscheinend oder offbarsich Weltmeister?

2 thoughts on “Das Offenbarsiche – WM-Sprach- und Stilkritik zum 9.7.2014

  1. Im englischen Sprachraum ist das ja wunderschön auch immer wieder bei der falschen Verwendung des Wortes „litteraly“ zu beobachten 😉 https://www.youtube.com/watch?v=AZi-TzGHZDE

  2. At last, sooemne who knows where to find the beef

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